Kongress Kirche², Hannover 2013

Zwar wurde der ökumenische Kongress “Kirche²”, der vom  14.-16.02.2013 im Convention Centre auf dem Messegelände in Hannover stattfand, nicht vom Nationalteam KCG veranstaltet, aber das mit uns eng verbundeneHistum Hildesheim mit dem Team Lokale Kirchenentwicklung um Christian Hennecke war Mitorganiosator. Es ging um Modelle, Ideen, visionen für eine Kirche der Zukunft. Dabei darf KCG/ Lokale Kirchenentwicklung nicht fehlen und auch die Hilfswerke missio und Adveniat waren mit dabei. Aber ein Hauptakzent des Kongresses lag auf “fresh expresions on church”, auf Gemeindegründungen in modernen sozialen Millieus und auf der Vorstellunf des angelikanischen Konzeptes der “mission shaped church”.

Sehr anregende Impulse, die keine Konkurrenz, sondern eine wichtige Ergänzung und Inkulturation in moderne Millieus für unseren Ansatz bedeuten.

Wir übernehmen im forgenden einige Texte und Hinweise von der Website des Kongresses www.kirchehochzwei.de. Dort weitere Texte, Fotos und Filme.

Kirchehochzwei_logoBlick zurück – Bericht vom Kongress „kirchehochzwei“:

Über 1350 Menschen teilten Ideen, Visionen und Erfahrungen und verwandelten das Convention Center in Hannover ein kleines, ökumenisches Laboratorium für die Zukunft der Kirche. Andere beteiligten sich per Twitter oder schauten im Livestream vorbei. Fünf Große Plenarveranstaltungen, 23 Foren, 69 Workshops und 50 Stände machten den Kongress zu einem großen Forum der Begegnung und Inspiration.

 

Rund 1000 Christen diskutieren bei ökumenischem Kongress über die Zukunft der Kirchen

img_grid_12_Kirchehoch2

Gespannte Zuhörer in den Plena. Bild: Andrea Horn

In den Foren herrschte konzentrierte Arbeitsstimmung, aufmerksam wurde zugehört und beherzt für Positionen gestritten. Laien und Theologen verschiedener Konfessionen standen beieinander und berichteten von ihren Erfahrungen. Drei Tage lang diskutierten rund 1000 Teilnehmer auf dem hannoverschen Messegelände über die Zukunft der Kirche. Bei dem ökumenischen Kongress „Kirche hoch zwei“ ging es unter anderem um die Frage, welche „Qualifikationen“ ein Pfarrer in Zukunft mitbringen muss, um für seinen Glauben zu begeistern. Es wurde darüber beraten, wie das Gemeindeleben auf dem Land auch ohne eigenen Gemeindepfarrer aufrecht erhalten werden kann oder wie sich eine Kirche in der säkularisierten Großstadt Gehör verschaffen will. Auch Jugend- und Citykirchen stellten ihre Konzepte vor.

Die evangelisch-lutherische Landeskirche Hannovers und das katholische Bistum Hildesheim wollten als Veranstalter dabei von den Erfahrungen der anglikanischen Christen lernen, die sich seit einigen Jahren verstärkt Gedanken um eine Modernisierung der kirchlichen Angebote machen. Der geistliche Vizepräsident des hannoverschen Landeskirchenamtes, Arnd de Vries, sagte, die Initiativen aus England zeigten, wie erfolgreich neue Formen der Glaubensvermittlung sein könnten. „Wenn mehr als 50 Prozent Wahrscheinlichkeit besteht, dass es etwas erfolgreich ist, dann werden wir es fördern“, versprach er im Forum „Church meets future“. Der Theologe warnte jedoch davor, andernorts gelingende Ideen eins zu eins kopieren zu wollen. „Da heißt es: Kapieren statt kopieren.“ Die Angebote müssten von der Gemeinde her wachsen und sich genau an den Bedürfnisse ausrichten.

Impressionen vom Marktplatz

Im Foyer des „Convention Centers“ der Messe präsentierten einige Initiativen ihre vielfältigen Ansätze. Ein besonderer Hingucker war der Stand des „Sinnenpark“, der wie ein Basar im Nahen Osten wirkte. Das Projekt innerhalb der badischen Landeskirche arbeitet auch im heimischen Linkenheim-Hochstetten mit aufwendiger Kulisse, Musik und Düften. Besucher ihrer „Zeitreisen“ würden eingeladen, das Wunder der Auferstehung wahrhaftig „zu erleben“, erläuterte Gemeindediakon Lutz Barth. Doch auf plumpe Show werde nicht gesetzt: „Unser Angebot will einen leichten Zugang ermöglichen“, sagte er. Die Inhalte, die vermittelt würden, seien jedoch auch für Gläubige nur schwer zu fassen: Gott komme auf die Erde und sterbe aus Liebe zu den Menschen. „Das überhaupt glauben zu können – das ist doch das größte Wunder.“

Von Thomas Paterjey (Evangelische Zeitung)

Zum ökumenischen Kongress “Kirche²”, ist nun das Buch erschienen:

Kirche²: Eine ökumenische Vision. Herausgegeben von Philipp Elhaus, Christian Hennecke, Dirk Stelter und Dagmar Stoltmann-Lukas.
Erschienen bei Echter, 480 Seiten, broschiert, 19.80 €.
Sie finden darin Beiträge von Christina Budereck, Gisèle Bulteau, Graham Cray, Christian Hennecke, Michael Herbst, Reiner Knieling, Estela Padilla, Matthias Sellmann u. a.