Symposium “Kirche geht…”, Lingen, Okt. 2012

Symposion_titelBericht vom internationalen Symposium

Kirche geht …
die Dynamik lokaler Kirchenentwicklung

Vom 18. Bis 20. Oktober 2012 fand im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen (Emsland) das dritte internationale Symposium zum Themenbereich „Kleine Christliche Gemeinschaften – Lokale Kirchenentwicklung“ statt.

Buch_Kirche gehtDas Buch mit der Dokumentation des Symposiums mit den gleichen Titel (Hrsg.: Christian Hennecke, Dieter Tewes und Gabriele Viecens) ist im April 2013 bei Echter erschienen. Mehr Infos dazu hier.

Das Nationanalteam Kleine Christliche Gemeinschaften, missio, das Bistum Osnabrück und das Bistum Hildesheim (Adveniat und das Bonifatiuswerk waren mit finanzieller Unterstützung mit dabei) haben dieses Symposium organisiert, bei dem neben dem WMS-Gast Bischof Gilles Côté als Referenten Regens Dr. Christian Hennecke, Prof. Hermann Josef Pottmeyer, eine vierköpfige Delegation aus dem Erzbistum Portiers, Frankreich, um den Generalvikar John-Paul Russiel, Prof. Dr. Franz Weber, Dr. Valentin Dessoy und Alfons Vietmeyer aus Mexiko-Stadt auf dem Programm standen. Außerdem haben Teams aus Pfarreien bzw. Pfarrverbünden in Zürich, Wolfenbüttel, aus den Diözesen Osnabrück, Hildesheim, Aachen und Münster ihren Weg der lokalen Kirchenentwicklung (zum Teil auf einem offenen Marktplatz) vorgestellt.

Das Vorbereitungsteam war positiv überrascht, dass sich über 210 Teilnehmer zu dem Symposium angemeldet haben. Wichtig war dem Team, ein gutes Ineinander und Miteinander von Spiritualität, Theologie, und Pastoral zu haben. Nach Rückmeldung vieler Teilnehmenden ist das ganz gut gelungen. Franz Weber und Valentin Dessoy waren vor allem als „Prozessbegleiter“ eingeladen und gaben kritisch-konstruktive Rückmeldungen aus ihrer sehr unterschiedlichen Sicht als Pastoraltheologe bzw. systemischer Organisationsberater.

Der Ausschreibungstext:

Wie entwickelt sich Kirche vor Ort? Auf dem Hintergrund der Kirchenvision des II. Vatikanischen Konzils und den Veränderungsszenarien der Kirche im deutschsprachigen Raum wird immer deutlicher, dass der Ausgangspunkt für eine solche Perspektive nicht nur die Frage nach der sakramentalen Struktur der Kirche, sondern vor allem auch die Frage nach dem gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen ist. Was in den anderen Kontinenten längst pastorale Leitlinie ist, wird auch in unserem deutschsprachigen Raum immer relevanter: größere Pfarreien fordern die Entwicklung eines Netzwerkes kirchlicher Bezeugungsorte, sei es lokal oder sendungsspezifisch. Auf dieser Spur haben sich die Überlegungen zu „Kleinen Christlichen Gemeinschaften“ (Asien und Afrika), „kirchlichen Basisgemeinden“ (Lateinamerika) und der „örtlichen Gemeinden“ (Poitiers) verdichtet. Immer mehr wird deutlich, dass dies aber nicht einfach „Gründungsprozesse“ sind, sondern Entwicklungen, die vor Ort eine anders gelagerte Kultur des Kircheseins und des Wachstums von Kirche beinhalten.

Wie geschehen diese Veränderungsprozesse und wie kommt es zu einer anderen Kultur des Kircheseins? Welches sind die Merkmale einer Kultur, die sich aus den Erkenntnissen des II. Vatikanums speist? Wie können wir aus diesen Erfahrungen für den eigenen Prozess lernen? Dies sind die Leitfragen des 3. Symposions zu den Kleinen Christlichen Gemeinschaften, das vom 18.–20. Oktober in Lingen stattfindet.

Auf dem Symposion sollen zum einen pastorale Entwicklungsprozesse vorgestellt und bedacht werden. Zugleich soll theologisch reflektiert werden, was sich in diesen Prozessen ereignet.

Eingeladen sind alle Interessierten aus Pfarreien, Einrichtungen und Institutionen, Verantwortliche der Bistümer und alle, die sich für eine örtliche Kirchenentwicklung interessieren.

Wir werden bei unseren Überlegungen begleitet durch ein Reflexionsteam:
Dr. Franz Weber, der sich aus pastoraltheologischer Sicht mit der Dynamik von Kirchenentwicklung beschäftigt, und Dr. Valentin Dessoy, der diese Dynamik besonders auch unter organisationsentwicklerischen Aspekt untersucht, stehen uns als anerkannte Experten zur Seite.

Das Programm des Symposiums

18.10.2012, Donnerstag

14.30 Einführung in das Thema durch das Vorbereitungsteam
René Kollai, Mechthild Samson-Ohlendorf, Dieter Tewes, Gabriele Viecens

15.00 Statements zur Dynamik von Kirchenentwicklung/Organisationsentwicklung
Dr. Franz Weber und Dr. Valentin Dessoy

16.00 Die Erfahrung von Poitiers
Jean-Paul Russeil, Bischofsvikar im Bistum Poitiers, und Team

18.15 Abendessen

19.30 Die Erfahrung kirchenentwicklerischer Prozesse in Papua Neuguinea
Bischof Gilles Côté aus der Diözese Dario-Kiunga

21.00 Wortliturgie

19.10.2012, Freitag

07.30 Bibel-Teilen in der Kapelle
anschließend Frühstück

09.00 Der Wandel des Kirchenbildes im und nach dem II. Vatikanum – Eine theologische Reflexion in praktischer Absicht
Prof. Hermann Josef Pottmeyer

11.00 Was meint Lokale Kirchenentwicklung – ein Werkstattbericht
Dr. Christian Hennecke

15.00 Beispiel 1: Die Kirchenentwicklung der Pfarrei Maria Lourdes in Zürich Seebach
Marianne Reiser, Pfarrer Martin Piller und Team

16.30 Stationen auf dem Weg: Anfänge lokaler Kirchenentwicklung – offener Marktplatz
Mit 10 Praxis-Beispielen aus den Bistümern Osnabrück, Hildesheim, Münster, Aachen

18.00 Eindrücke des Reflexionsteams
Dr. Franz Weber und Dr. Valentin Dessoy

18.30 Eucharistiefeier
mit Theo Paul, Generalvikar im Bistum Osnabrück

19.00 Kulturabend mit Buffet

20.00 Parallel findet ein „private coaching“ statt mit den Prozess-Begleitern für die beteiligten Teams

20.10.2012, Samstag

07.30 Bible-Gottesdienst in der Kapelle
anschl. Frühstück

09.00 Beispiel 2: Die Kirchenentwicklung in Wolfenbüttel
Pfarrer Matthias Eggers und Team

10.00 Zusammenfassender Rückblick des Reflexionsteams
Dr. Franz Weber und Dr. Valentin Dessoy

11.00 Eine Vision gewinnt Gestalt – Merkmale der Kirche der Zukunft
Alfons Vietmeyer, Mexiko Stadt, Mexiko

12.00 Abschluss in der Kapelle

12.30 Mittagessen und Abreise

Den Ausschreibungs-Flyer als finden Sie hier