Grundlagen

Gemeinsam ein Feuer entfachen - missio-Projekt KCG/LoKi

Gemeinsam ein Feuer entfachen -
missio-Projekt KCG/LoKi

Was ist der pastorale Ansatz
“KCG / Lokale Kirchenentwicklung”?

Kirche vor Ort leben als Gemeinschaft der Getauften, die aus einer biblischen Spiritualität und Christusbeziehung aktiv diese Kirche mitgestalten, ihre Sendung für die Welt entdecken und so am Aufbau des Reiches Gottes arbeiten. Diese Vision einer Kirche steht hinter dem Pastoralen Ansatz, der in unterschiedliche n Ländern ganz unterschiedliche Bezeichnungen hat (die sich oft an den strukturellen Ausformungen orientieren): Kleine Christliche Gemeinschaften, Kirchliche Basisgemeinden oder AsIPA – Asiatischer Integraler Pastoraler Ansatz.

Die katholische Kirche muss heute in Deutschland zunehmend in großen pastoralen Räumen agieren. In vielen anderen Ländern ist die Kirche dazu schon lange gezwungen und hat dafür auf der Grundlage des Kirchenbildes des Zweiten Vatikanischen Konzils vom wandernden Volk Gottes eine Pastoral entwickelt, die auf dezentrale biblisch-spirituell basierte Gemeinden innerhalb großer Pfarreien baut. Diese Gemeinden (Kapellengemeinden, Außenstationen…, in Lateinamerika auch kirchliche Basisgemeinden genannt) haben oft wiederum sozialräumliche, “nachbarschaftliche” Substrukturen, die natürlich in den verschiedenen Ländern und Kulturen unterschiedlich aussehen. Die Getauften in diesen Gemeinden und Gemeinschaften engagieren sich sowohl kirchlich als auch sozial in ihrem Lebensumfeld, weil sie darin ihre Sendung als Christen entdecken.

Dieser pastorale Ansatz

  • basiert auf dem Glauben, dass jede/r Getaufte/r verbunden ist mit Christus und gemeinsam mit allen Getauften teil hat an seinem priesterlichen, prophetischen und königlichen Amt.
  • Jede und jeder Getaufte ist berufen und begabt, etwas beizutragen zur Kirche und ihrer Sendung.
  • In Verbindung mit dem Bischof und der Weltkirche realisiert sich Kirche in Pfarreien, lokalen Gemeinden und kirchlichen Gemeinschaften im Sozialen Nahraum.
  • z.B. die Philippinische Kirche drückt dies so aus:BECs (Basic Ecclesial Communities / Kirchliche Basisgemeinden/-gemeinschaften ) sind Katholiken in einer bestimmten Nachbarschaft, die sich zueinander als Brüder und Schwestern verhalten, in deren Mitte das Wort Gottes ist und die auf die menschlichen und sozialen Probleme und Nöte reagieren, um den Aufbau des Reiches Gottes vor Ort zu fördern.

Ortskirchen in Afrika, Asien und Lateinamerika, die die Wege solcher Kirchenentwicklung gegangen sind, haben für ihren Kontext passende Substrukturen der weiträumigen und von tausenden von Katholiken gebildeten Pfarreien in den Dörfern, Wohnvierteln und Nachbarschaften, den sozialen Nahräumen, entwickelt, die “Kleine Christliche Gemeinschaften”, “Kirchliche Basis-Gemeinschaften” oder “Kirchliche Basis-Gemeinden” (“community” bzw. “comunidad” kann mit “Gemeinschaft” und mit “Gemeinde” übersetzt werden) genannt werden. Alle Katholiken, die dort wohnen, gehören dazu, nicht nur die, die zu den Treffen kommen. Diese Gemeinschaften /Gemeinden sind Realisierung einer partizipativen Kirche vor Ort, weil in ihnen Maryria (Zeignis), Diakonia (Dienst am Menschen), Liturgia (gefeierter Gottesdienst z.B. im Bibel-Teilen) und Koinonia (Gemeinschaft) gelebt wird.

In Deutschland wurde bei der Rezeption dieses pastoralen Ansatzes in den 1990er Jahren zunächst sehr auf diese Strukturen geschaut. Darum hat sich hier damals für den Ansatz der Name “Kleine Christliche Gemeinschaften” verbreitet. Er steht aber für ein umfangreiches pastorales Modell, das eine dem zweiten Vatikanischen Konzil entsprechende Weise des Kirche-Seins verwirklichen will. Der Begriff steht nicht für eine geistliche Bewegung und auch nicht generell für “Gemeinschaften”, die “klein” und “christlich” sind.

Wie genau die Strukturen in Deutschland aussehen werden, muss hier in Prozessen lokaler Kirchenentwicklung mit den Menschen der jeweiligen Ortskirche herausgearbeitet werden, durch die immer mehr eine “Kirche der Beteiligung” entsteht.
Wie “Lokale Kirchenentwicklung” in Deutschland geht, ist ein geistlicher Lernweg, von dem auf dieser Website berichtet und dessen Akteure (Erz-Diözesen, Pfarreien neuen Typs, Weltkirchliche Werke) hier vernetzt werden sollen.
Als Chiffren für diesen umfassenden pastoralen Ansatz gemeinsam Kirche zu sein benutzen wir in Deutschland die Namen “Kleine Christliche Gemeinschaften”, “Lokale Kirchenentwicklung” oder auch “Kirche der Beteiligung”.

Weitere Informationen zu diesem weltkirchlichen Lernweg und zu “Bauteilen” einer hier angestrebten zukünftigen Kirche finden Sie hier.